Geboren im März 1987, wuchs MekK in den Strassen der Solothurner Weststadt auf – einem Pflaster, das seinen Sound und seine Attitüde bis heute prägt. Doch der Grundstein für seine Kreativität
wurde bereits viel früher gelegt: Schon als kleiner Junge schrieb MekK gemeinsam mit seiner Schwester Gedichte, inspiriert durch ihre gemeinsame Grossmutter.
Diese künstlerische Neugier spiegelte sich auch in seinen frühen Performances wider. Noch bevor er mit Rap begann, produzierte er in jungen Jahren die „Super Show“ auf Videokassette. In
diesem eigenwilligen Format interpretierte er Legenden wie Michael Jackson oder Die Ärzte und inszenierte fiktive „Liveauftritte“ dieser Stars.
Die 90er-Jahre waren schliesslich die goldene Ära des Hip-Hops, und MekK war mittendrin. Inspiriert von Schwergewichten wie Run-DMC, den Beastie Boys und der lyrischen Präzision eines Royce da
5'9'', tauschte der junge Sekundarschüler das Schulheft schnell gegen den Schreibblock. Gemeinsam mit seinem Wegbegleiter P.G. legte er den Grundstein für alles, was folgen sollte.
Der Start war jedoch alles andere als ein Selbstläufer. 2003 veröffentlichte er unter dem Pseudonym „MAC“ sein erstes Mixtape „Erschtversuech“. Die Beats kamen noch aus den Tiefen des Internets, die Qualität war roh und der Sound ungeschliffen. MekK war überzeugt von seinem Werk, doch die Szene reagierte gnadenlos: Es hagelte negative Kritik. Wo andere aufgegeben hätten, fing MekK erst richtig an. Dieser „Schuss nach hinten“ wurde zum Treibstoff für seinen Ehrgeiz. Er wollte es nicht nur allen zeigen – er wollte besser werden als alle anderen.
MekK begann, seine eigenen Beats zu komponieren, um volle Kontrolle über seinen Sound zu haben. Nur ein Jahr später folgte mit „The New Style“ die hörbare Antwort auf seine Kritiker. Der
Fortschritt war massiv, der Hunger noch grösser. Mit der Namensänderung zum heutigen Alias MekK folgte 2007 der lokale Meilenstein: „Real-Street-Shit a.k.a. 101%“. Plötzlich war MekK kein
Geheimtipp mehr; seine Tracks wurden in Solothurn und Umgebung gefeiert.
Parallel dazu professionalisierte er sein Umfeld. Gemeinsam mit pE rief er die Formation „City West Productions“ ins Leben, wo später auch Etter dazu stoss. Es floss massiv Herzblut, Zeit und
Geld in eigenes Equipment. Das Resultat war das Mixtape „Wanted“, das mit einer 500er-Auflage und dem Titeltrack für den legendären „Rapresent II“-Sampler für Aufsehen sorgte. Es folgten
Live-Auftritte und die ersten Versuche, ein grosses Label-Debüt an den Start zu bringen. Doch das Musikbusiness ist hart: Label-Absagen, geplatzte Deals und persönliche Schicksalsschläge führten
dazu, dass viele Projekte in dieser Phase unvollendet blieben.
Doch Legenden sterben nie – sie nehmen sich nur Anlauf. Nach einer Phase der Reflexion und Weiterentwicklung kehrte MekK 2020 fulminant zurück. Mit seinem Debüt-Soloalbum „SuperMekK“ bewies er auf allen gängigen Streamingplattformen, dass er seinen Biss nicht verloren hat. Heute ist MekK produktiver denn je und arbeitet bereits an den nächsten Projekten, um das nächste Kapitel seiner Geschichte zu schreiben.
